Die Monate September bis November gehören vielleicht zu den schönsten und zugleich praktischsten Monaten für Gartenliebhaber. Während die Natur langsam zur Ruhe kommt, ist dies genau der richtige Moment, um mit Stauden zu arbeiten. Wenn Sie jetzt pflanzen, schneiden und den Garten gezielt pflegen, legen Sie das Fundament für einen Garten, der im nächsten Jahr noch stärker, schöner und farbenfroher zurückkommt.
September: der ideale Monat, um Stauden zu pflanzen
Stauden sind wahre Kraftpakete: Sie kommen jedes Jahr wieder, wachsen kräftiger heran und sorgen für einen Garten, der monatelang blüht und voller Leben ist. Der September ist der perfekte Pflanzmonat. Warum?
- Der Boden ist noch warm, sodass die Wurzeln schnell wachsen können.
- Es regnet regelmäßig, deshalb müssen Sie weniger gießen.
- Die Pflanzen haben viel Zeit zum Einwurzeln und starten im Frühjahr mit einem deutlichen Vorsprung.
Das Ergebnis: ein Garten mit starken, gesunden Stauden, die in der neuen Saison voller Energie durchtreiben.
Praktischer Tipp: Setzen Sie den Wurzelballen großzügig in ein ausreichend großes Pflanzloch und drücken Sie die Erde leicht an.
Cleverer Herbstschnitt? Manchmal ja
Ob Sie im Herbst schneiden, hängt von der jeweiligen Pflanze und Ihrem Gartenstil ab. Einige Stauden können jetzt problemlos zurückgeschnitten werden, während andere – etwa Ziergräser oder Stauden mit dekorativen Samenständen – den Winter über stehen bleiben dürfen.
Im Herbst schneiden
- Arten, die vollständig abgestorben sind und in sich zusammensacken, wie Funkien (Hosta), Sonnenbraut (Helenium), Herbstastern (Aster), Sonnenhut (Rudbeckia), Wasserdost (Eupatorium) und Knöterich (Persicaria amplexicaulis).
- Pflanzen, die empfindlich für Pilzkrankheiten sind, wenn sie zu lange feucht bleiben, wie Garten-Phlox (Phlox paniculata), Indianernessel (Monarda), Pfingstrosen (Paeonia), Rittersporn (Delphinium) und die belaubten Triebe von Lavendel (Lavandula).
Schneiden Sie abgestorbene Stängel auf etwa 10 cm über dem Boden zurück. So bleibt das Herz der Pflanze gut geschützt.
Besser bis zum Frühjahr stehen lassen
- Ziergräser wie Federborstengras (Pennisetum), Chinaschilf (Miscanthus) oder Pfeifengras (Molinia).
- Stauden mit dekorativen Samenständen wie Brandkraut (Phlomis) oder Fetthenne (Sedum).
- Stauden, die dem Garten im Winter Struktur verleihen.
Diese Pflanzen sorgen für eine eindrucksvolle Wintersilhouette und bieten zugleich wichtige Rückzugsräume für Insekten.
Tipp: Sind Sie unsicher? Lassen Sie die Pflanze stehen. Im Frühjahr können Sie abgestorbene Teile ganz einfach entfernen, sobald die neuen Triebe sichtbar werden.
Einfache Pflege für einen gesunden, nachhaltigen Garten
Stauden sind pflegeleicht: das ist ihr großer Vorteil. Ein wenig Herbstpflege macht sie jedoch noch robuster.
- Teilen und verjüngen – für frische Energie
Viele Stauden lassen sich alle paar Jahre gut teilen. Besonders Arten wie Storchschnabel (Geranium), Aster (Aster), Sonnenbraut (Helenium) und Frauenmantel (Alchemilla) profitieren davon.
- Heben Sie die Pflanze mit einem Spaten aus dem Boden.
- Teilen Sie sie in mehrere Stücke.
- Pflanzen Sie die schönsten und vitalsten Teile wieder ein.
So bleibt die Staude frisch, kompakt und blühfreudig.
- Unkraut? Jetzt leicht zu entfernen
Da die Stauden zur Ruhe kommen, lassen sich unerwünschte Pflanzen leichter erkennen und mitsamt Wurzeln herausziehen.
Das ist auch der ideale Zeitpunkt, bodendeckende Stauden zu pflanzen. Wenn Sie jetzt Arten wie Golderdbeere (Waldsteinia), Immergrün (Vinca) oder Kriechenden Günsel (Ajuga) setzen, können sie sich vor dem Winter in Ruhe einwurzeln. Im Frühjahr bilden sie einen dichten, kräftigen Teppich, der Unkraut kaum noch eine Chance lässt und Ihre Beete mit frischem Grün füllt.
- Für einen lockeren, nährstoffreichen Boden sorgen
Wenn Sie im Herbst eine Schicht Kompost ausbringen, fördern Sie sowohl die Bodenstruktur als auch das Bodenleben. Ein gesunder Boden bedeutet gesunde Stauden.
Kompost verbessert die Durchlüftung, speichert Wasser besser und gibt Nährstoffe langsam frei – genau dann, wenn die Pflanzen im Frühjahr wieder zu wachsen beginnen.
- Gießen – weniger als gedacht
Frisch gepflanzte Stauden brauchen etwas Wasser, aber durch die Herbstniederschläge meist deutlich weniger als bei einer Pflanzung im Frühjahr.
Kontrollieren Sie lediglich, ob der Boden nicht völlig austrocknet. Gießen Sie lieber seltener, dafür durchdringend, damit die Wurzeln angeregt werden, tiefer in den Boden zu wachsen.
Ein Garten, der weiterblüht – auch im nächsten Jahr
Mit Stauden entscheiden Sie sich für Komfort, Nachhaltigkeit und lange Blütezeiten. Wenn Sie jetzt pflanzen und einige gezielte Schnitt- und Pflegemaßnahmen durchführen, genießen Sie im Frühjahr frischen Austrieb und monatelange Farbe.
Ob Sie einen natürlichen, lockeren Garten bevorzugen oder klare, moderne Beete – es gibt immer eine passende Mischung aus Stauden, die zu Ihrem Stil passt.
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